Neues

November 2023

„Imma weida“, do vorna giehds weida, imma weida.
Das Lied ist Auftakt meiner zweiten Veröffentlichung „Naus“, und ist ab sofort per Streaming verfügbar. Das Album wurde von März bis November 2023 geschrieben und aufgenommen. Im Mittelpunkt stehen all die kleinen und großen Reisen, die man so nach innen und aussen machen kann, und es werden keinesfalls Antworten gegeben, sondern lieber viele weitere Fragen aufgeworfen. Schon der Großvater sagte immer Schigg dein Kubf nei die Weld – und ned die Weld nei dein Kubf – und diese Zeilen finalisieren dann sogleich das Lied „Naus“, eigentlich ein Wanderlied, ein Plädoyer nicht nur dahaam im Netz rumzuhängen, sondern mal wieder raus in die Natur zu gehen. Die Leichtigkeit eines 6/8-tel „Hosawalzer“ trifft auf Outsider-Geschichten wie „Do hod dich aana gern“, aber eben das ist mir dabei wichtig, dass es immer jemanden gibt, der zuhört, da ist und es in diesen windigen Zeiten auch Hoffnung geben kann. Von Dorf-angehauchter Zeitgeist-Kritik in „Maschie“ und „Haam“ über die Besinnung auf was man eben schon hat in „Allas wos do is“ bis hin zu „Einfoch su“, ein Lied welches anhalten soll, sich und andere filterlos zu nehmen, wie man ist, kann vielleicht das ein oder andere Lied für dich dabei sein.
„Leisa Frooch“ ist eine Mischung aus Spoken Word und Soundscapes, und auch dieses Format wird künftig auf den Veröffentlichungen und im Bühnenprogramm seinen Platz haben. Der „Gor nex song“ ein Remake eines alten englischen Songs (Zone Out, 2007 noch veröffentlicht als Thomsen) stellt die Frage, ob man nicht einfach auch mal zusammen schweigen kann, aber natürlich ginge waafen und laafen auch. „Mir senn ez do“ will in den aktuellen Zeiten, in denen viele Menschen auf der Flucht sind, auch keine Lösungen anbieten, aber zumindest das individuelle Herz etwas öffnen.
Und am Ende beschliesst „Widdagfunna“ die knapp 38-minütige Reise mit Zeilen wie Dei Lichd is ei, dei Lichd brennd dodd, ez schaldsdas ei. Worsd orch long fodd..schö, orch schö dasd widda do bisd..
..und so ist man, vielleicht, wieder dahaam. Wo immer das auch ist.

Naus auf youtube

Naus auf Amazon Music

Naus auf Spotify

Bin auf der neuen Strassenkreuzer CD mit dem Stück Do danzd da Deifl Dango vertreten. Das Ergebnis der 22. Ausgabe heißt: „sTRASSENKREUZEr – dadsch“ in Anlehnung an das Erfolgsalbum von Eurythmics aus dem Jahre 1983. Von der CD gibt es 1.000 Stück, die Verkäufer:innen des Sozialmagazins verkaufen die CD im Weihnachtsgeschäft auf den Straßen Nürnbergs, Fürths und Erlangens für 13,50 Euro – der Preis ist seit der ersten Ausgabe stabil. Davon behält der Verkäufer 7 Euro. Auf dem CD-Cover posieren in der Regel Mitarbeiter, Verkäufer und Freunde des Straßenkreuzers im Stil eines berühmten Albums der Rockmusikgeschichte. Bitte unterstützt die Verkäufer:innen und holt euch eine CD – die sind immer bis Weihnachten fast ausverkauft. Die CD Release Party ist am 17.11. im MUZclub. Die Sendung Lokalen Leidenschaften hat ein schönes Radiospecial zum Sampler auf Radio Z gemacht, kann man dort auf deren Webseite noch eine Weile nachhören. Und der Matthias Egersdörfer hat ein orch schönes Unboxing Video gemacht, sehenswert! Ich war 2008 schon einmal auf der CD dabei, damals noch als Thomsen, ja mei, wie die Zeit vergeht..

September 2023

Das neue Album nimmt Formen an, 8 Lieder sind schon fertig. Darunter auch ein fränkisches Remake meines ersten Songs Zone Out, das nennt sich jetzt Gor nex song. So eine handvoll Stücke mach ich grad noch, dann wirds Zeit für die Veröffentlichung, denn ich bin wirklich sehr froh darüber, wie das alles klingt. Und edzerdla kummd der Herbst, meine liebste Jahreszeit.

Juni 2023

Aktuell schreibe und arbeite ich neben meinem kommenden Album Naus am ersten richtigen Bühnenprogramm. Das wird wahrscheinlich im Sommer 2024 Premiere haben, und eine Mixtur aus meinen fränkischen Liedern, Gedichten, Klangreisen und sonstigem Schobarag werden.

März 2023

Am 26.3. ab 19:30 Uhr bin ich eine halbe Stunde lang auf BR 2 zu hören, zu Gast bei David Saam in der Sendung Musik für Bayern. Die Sendung wird eine Weile lang in der BR Mediathek nachhörbar sein.

Februar 2023

„Do danzd da Deifl Dango“ ist ein fränkischer Satz mit möglichst vielen butterweichen D´s. Aber auch sonst hat es dieses Lied faustdick hinter den Ohren: in tiefroter Tango-Manie(r) kämpfen sich seine beiden Protagonisten, Sandro und Caro, aus ihrem jeweiligen Elend an die Oberfläche, für eine bessere Zukunft, zusammen und weit fodd in Buenos Aires. Das Lied ist Auftakt meiner ersten richtigen Veröffentlichung und ist ab sofort per Streaming auf allen relevanten Portalen (Links hierzu siehe unten) verfügbar. Spärlich instrumentiert mit meiner F 50 Gitarre von George Lowden aus Nordirland, mit direktem Gesang, und hier und da amoll aweng elektronischer Spielerei, wird eine ungeheuer dichte und kreuzehrliche Atmosphäre erzeugt. Einige der Songs wurden textlich unmittelbar bei den Aufnahmen improvisiert, einige wurden über die letzten 7 Jahre geschrieben. So finden die Hörer:innen nun ein 8 Lieder kurzes, 31-minütiges Album vor, welches als kleines Debüt und Anfang einer längeren Reise in die Mundart verstanden werden will. Purismus trifft auf Sphärisches, mit su orch viel Hall dassd maansd du sidzd in da Deiflshöhl´ in Pottenstein.

Lied Nummer 2, „100 Johr in meim Dorf“, schaut durch die raue, karge Juralandschaft, dodd omma auf den Hügeln des Landstrichs zwischen Bamberg, Bayreuth und Erlangen. Von Orschbombn nein See bis hin zu alla Zeidn, die vergeh`.. „Nehmnaus“ handelt von der ewigen Suche, vom endlosen Kreisen um sich selbst, von Fränkischen Rrromatiker:innen und der Frage, warum man so oft nehmnaus geht, also weg von allem, was einem lieb und teuer sein – müsste. Bassd scho, kann hier vielleicht ein (nicht allgemeingültiges) Fazit sein.

Auch in „Heggn“ verliert sich der Protagonist, auf ewich fodd verwachsen mit seiner Umwelt, eine Hommage an die kleinen Hecken am Wegesrand, die oftmals einfach abgeholzt und zerstört werden, diese Lebensräume, als Tore in ferne Welten. „Kernfaul“ ist ein Fiebertraum, wirklich so geträumt und aufgeschrieben, mit der Hoffnung, dass Vieles davon lieber a Draum bleiben wird. „Die glaane Zeid“ handelt vom Aufwachsen, Begreifen, hinaus in die weite Welt, hoffentlich mit Ruhepausen und gut behütet, denn die Zeit, sie verrennt, sie rinnt einem nur so durch die Finger. „Groa“ ist ein rabenschwarzer Abgesang auf Irrlichter, manchmal seltsam entfremdete Wurzeln der Vorfahren, und verpasste Chancen. Des große Chaos. Und in „Nauf“ nehme ich Euch schliesslich mit auf einen waghalsigen Trip den Berch hinauf, auch wenn es in Franken bis jetzt noch immer keine Achttausender gibt.

Do danzd da Deifl Dango auf Youtube

Do danzd da Deifl Dango auf Amazon Music

Do danzd da Deifl Dango auf Spotify

This website uses cookies. By continuing to use this site, you accept our use of cookies.